Festivalbericht kill the lights 2026
Wow!
Ich glaube, das Wort beschreibt den letzten Samstag in Ilsenburg ganz genau.
Ein rundum gelungenes Festival liegt hinter uns und für das erste Mal war das schon ganz großes Kino.
Aber von vorne.
Die Fürst Stolberg Hütte in Ilsenburg ist eine ehemalige Gießerei im Harz.
Ein Lost Place der nunmehr als Denkmal, Ausflugsziel und Museum inkl. Führungen dient.
Eben in einer der Hallen auf diesem Gelände fand am 18.04.2026 das erste Kill the Light Festival statt.
Während herum die Decken eingestürzt waren und der Zahn der Zeit genagt hatte, befand sich in der riesigen Halle nun eine in die Nischen eingelassene Ausstellung zu gusseisernen Öfen.
Dies war übrigens, neben dem eigentlichen Konzerten, ein weiterer Punkt, den man sich anschauen konnte und bei dem auch Führungen angeboten wurden. Kostenlos natürlich.
Draußen gab es Sitzgelegenheiten und Foodtrucks mit wirklich fairen Preisen, die bei dem schönen Wetter zum Verweilen einluden.
In der Halle waren einige Stände die zum Bummeln und Shoppen einluden und auch dort waren Bänke zum Ausruhen aufgestellt. Auch konnte man sich dort Tätowieren lassen.
Getränke waren ebenfalls günstig und ohne Wartezeit zu erstehen.
Um 15 Uhr war bereits Einlass und um 17 Uhr startete dann auch pünktlich auf die Minute die erste Band.
Wisborg setzten auch sofort ein erstes Ausrufezeichen. Der Gothic- bzw. Alternative-Rock ging gut ins Ohr und gut in die Beine.
Die Band hatte Bock, das sah man und die stetig umherwirbelnden Musiker sorgten für eine explosive Show, die sehr gut beim Publikum ankam. Das zeigte sich auch hinterher am Merch-Stand, der stetig gut besucht war.
Ein gelungener Auftakt und ein sehr netter und guter Opener, der absolut Empfehlenswert ist, sollte er einmal in eurer Nähe sein.
Danach ging es vor allem pünktlich weiter. Etwas was auffiel war, dass die Bands wirklich punktgenau wie angegeben auf der Bühne standen. Respekt an die Orga und Crew!
Die nächste Band war Zetra aus London. Das Duo setzte auf Synthesizer und E-Gitarre und war etwas ruhiger als die rockigen Vorgänger.
Nichtsdestoweniger hatte die Band schon einige Fans die lautstark den Auftritt bejubelten. Im Gegensatz zu Wisborg aber eher statisch an ihren Plätzen, spielten Zetra ihr Set jedoch routiniert durch und die Fans kamen auf ihre Kosten.
Als nächstes waren Zeraphine um Mastermind Sven Friedrich an der Reihe.
Sven Friedrich und seine unverkennbare Stimme ist auch aus Bands wie Solar Fake oder Dreadful Shadows bekannt und Zeraphine sind ja schon ein paar Jährchen unterwegs. Und so wurde es auch voller vor der Bühne und während Zeraphine darauf einen Song nach dem anderen präsentierten.
Hits wie "Be my Rain" oder das The Killers Cover "Mr.Brightside" luden zum Mitsingen und Tanzen ein, was die Menge auch freudig aufnahm.
Nachdem Jubel und Applaus nach dem letzten Song verklungen waren, setze langsam die Dämmerung ein.
Als vorletzte Band des Abends kamen dann Lacrimas Profundere um den charismatischen Frauenschwarm Julian Larre auf die Bühne.
Ein Wirbelwind, der kaum zu zügeln war, tobte da über die Bühne und auch durch die Besuchermenge.
Dass diese Band eine große Fanschar hatte, merkte man daran, dass es mittlerweile voll geworden war. Lacrimas Profundere ließen dabei keine Wünsche offen und bei Songs wie "My Release in Pain" oder "Ave End" stand auch der letzte nicht mehr still.
Um 22:30 Uhr trat dann der Headliner auf, der es in sich hatte.
The 69 Eyes, bereits seit 1989 aktiv, haben ihren unverkennbaren Gothic-Rock Sound Ende der 90er final gefunden und sind seitdem eine Institution.
Zahlreiche Songs haben Hit-Potential und wurden in Clubs rauf und runter gespielt.
Sänger Jyrki 69 setzt dabei gewollt auf den Vampirtouch, wenn er mit Kontaktlinsen und Sonnenbrille in tiefer Stimme seine Songs zum Besten gibt. Auch der Rest der Band könnte in einem "The Lost Boys" Sequel mitwirken und so verwundert es keinen, dass es ebenfalls einen gleichnamigen Song von der Band gibt. Aber auch Hits wie "Gothic Girl" oder "Brandon Lee" wurden gespielt und als gegen Mitternacht der letzte Akkord verklang, waren nur glückliche Gesichter zu sehen.
Die Aftershow-Party die noch bis 1 Uhr gehen sollte, haben wir ausgelassen und uns auf den Heimweg gemacht.
Es hat echt Spaß gemacht und es war ein rundum gelungenes Festival. Nette Leute, nette Crew und Security, faire Preise, genug Sitzgelegenheiten, nette Bands und Musiker und ein tolles Ambiente mit ebenfalls tollen Ständen.
Langweilig wurde es nie und wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!
Wir wären sofort dabei und sagen hiermit Danke!